100 Jahre Bethanien Langeoog - Hotel Bethanien Langeoog
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100 Jahre Bethanien Langeoog

Herr wie sind deine Werke so groß und viel. Du hast alles reichlich geordnet und die Erde ist voll  deiner Güte.“ Ps. 104.24

Am 8. Mai 1920 zogen in die „Villa Clasen“, dem neuen Erholungsheim des Diakonievereines Bethanien auf der Insel Langeoog, die ersten Gäste ein. Mit dem Bibelvers und dem Wunsch „Im Aufblick zum Herrn übergeben wir dieses Haus seiner Bestimmung, eine Segensstätte zu werden für viele, die für Leib und Seele Erholung suchen“ schrieb der Kaufmann August Hövel, Wesel den ersten Eintrag in das Gästebuch. Er pachtete die Villa für den Sommer 1920. Kaufmann Hövel gehörte zum Verwaltungsrat des kleinen freikirchlichen Diakonissenhauses Bethanien, Wetter an der Ruhr. Seine Schwester Hanna Hövel war damals Oberin. Ihre Schwestern übernahmen die Gästebetreuung. So kam Schwester Marie Rießner auf die Insel. Was sie damals sicher nicht ahnte war, dass sie bis zum ihrem Ruhestand 1949 bleiben würde. Was am 8. Mai 1920 mit den ersten 40 Gästen begann feiert nun den 100 Geburtstag.

In der Gemeindezeitung „Der Gärtner“ wurde eingeladen. Kosten sollte die Übernachtung mit Vollpension je nach Jahreszeit 4.- bis 5.- Mark. Aber die Gäste sollten Brot, Eier, Aufschnitt und dergleichen mitbringen, da eine kleine Insel nach dem Krieg diese Dinge nicht ausreichend liefern könne und das Brot nur auf Karten ausgegeben wurde. Bevor die ersten Gäste kamen wurde um Geschirr, Töpfe, Besteck, Bettzeug und mehr in den Gemeinden gebeten.  Die Nachfrage war überaus groß. So wurde 1921 das Haus zur Post (heute Alte Post) dazu gepachtet.

1927 entschloss sich der Diakonieverein die „Villa Daheim“ zu kaufen. Im den Wintern 1930 bis 35 wurde das Haus großzügig um- und angebaut. Die heutige „rechte Haushälfte“ stammt aus dieser Zeit. Nun hatte Bethanien 90 Betten und die Villa Clasen und das Haus Post wurden nicht mehr benötigt.  Dann kam der zweite Weltkrieg.

Nachdem Bethanien umfangreich renoviert worden war, kamen ab 1950 die Gäste. 1958 konnte von Familie Kuper das Haus Therese gekauft werden. Es folgten Um- und Anbauten bis 1977 Bethanien die heutige äußere Gestaltung erhielt.

Die Diakonissen und ihre Mitarbeiter hatten immer ein Ziel vor Augen. Urlaub und Erholung von der Diakonie angeboten, sind mehr als saubere Zimmer und reichliche Mahlzeiten. Bethanien möchte ein Zuhause anbieten und zu Begegnungen mit Menschen und Gott einladen. Bethanien möchte „leben helfen“